Konsumgöttinnen: Philips Luftbefeuchter HU4803/01, Teil 2

Nachdem ich Euch den Philips Luftbefeuchter ja schon hier kurz vorgestellt habe, möchte ich Euch nun endlich meine Meinung und meinen Bericht zum Produkt abgeben. Der Luftbefeuchter lief jeden Tag in unterschiedlicher Stärke und Länge. Ich bin mittlerweile ein kleiner Philips-Fan geworden, da mir die Innovationen samt Design und Funktionen sehr gefallen. Deswegen bin ich vielleicht ein bißchen voreingenommen, aber stelle auch einen gewissen Grad an Ansprüchen.

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Vom Design her gefällt er mir ganz gut, jedoch empfinde ich ihn als etwas zu groß. Er ist fast 34cm hoch und hat einen Durchmesser von ca. 23cm. Das ist zu groß für den Tisch und zu klein für den Boden. Etwas kleiner fänd ich ihn deutlich besser, weil ich die Luftbefeuchter gerne auf den Tisch stelle. So müsste ich für den Philips einen extra Hocker besorgen, damit er auf dem Boden nicht untergeht… Ausserdem sieht er schon sehr nach Mülleimer oder Blumenkübel aus – da wäre eine Platzierung auf dem Boden für Besucher sicherlich etwas verwirrend. 😉 Mein alter Luftbefeuchter it auch sehr wuchtig und groß, jedoch wirkt er neben dem von Philips kleiner:

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Wie auf dem Bild ebenfalls zu sehen, gibt es da noch einen kleinen, feinen Unterschied: Der Philips ist geschlossen, d.h. man sieht das Wasser nur in der kleinen Wasserstandsanzeige.

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Das finde ich schon sehr gut, denn wenn ihr Euch mal meinen alten anguckt, da sieht man nämlich Wasserflecken und beim Benutzen auch, dass die Fläche beschlagen ist. Das sieht dann echt nicht mehr toll aus. Beim Philips sieht man davon gar nichts. Auf dem Foto könnt Ihr ebenso erkennen, dass das Kabel bei Philips länger ist, was je nach Standort ein deutlicher Vorteil ist.

Im Karton ist neben dem Luftbefeuchter die übliche Menge an Papier: Bedienungsanleitung, Garantie (+ russisches Zertifikat) und Kurzanleitung. Die Kurzanleitung ist sehr gut und gibt alle wichtigen Informationen knapp weiter. Für umfangreiches Nachlesen schnappt man sich dann besser das Benutzerhandbuch.

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Der Luftbefeuchter besteht aus mehreren Einzelteilen, die man schnell auseinander, aber auch schnell wieder ineinander bekommt. Viel Plastik, aber alles sehr kompakt und fest. Zum Einen gibt es da den Wasserbehälter, in dem der Filter steckt. Dieser Behälter hat eine MAX-Anzeige für den Wasserstand. Darüber könnt Ihr die Luftlöcher sehen. Wenn man also zu viel Wasser hineinfüllt, wird man dies spätestens beim Auslaufen merken. 😉 Beim Einfüllen fand ich das manchmal schon etwas blöd, dass die Löcher so tief sitzen, da es doch öfters mal durch die Löcher gespritzt hat. Ist dann aber auch nur Übungs- und Gewöhnungssache.

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Das nächste Element ist dann der Filter selber, der auf der Filterhalterung sitzt. Diese hat einen Schwimmer (das runde in der Mitte), um zu erkennen, ob noch genug Wasser im Behälter ist, und für das Model HU4803 auch einen antibakteriellen Filter (das kurze Stück im Ring vor dem Filter). Der Filter sieht ein wenig nach Origami aus, macht aber einen stabilen Eindruck.

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Zuletzt fehlt dann noch die obere Einheit, wo die ganze Elektronik drin sitzt.

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Von oben sieht das Ganze dann so aus:

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Mit Power schaltet man den Luftbefeuchter an oder aus. Mit dem Timer kann man ihn für 1, 4 oder 8 Stunden laufen lassen, danach schaltet er sich automatisch aus. Um diese Funktion wieder abzustellen, einfach so oft die Taste drücken, bis keine Stundenanzeige mehr im Display steht. Mit Speed stellt man die Lüftergeschwindigkeit ein, entweder Auto oder 1, 2, 3. Die Taste RH % bedeutet Luftfeuchtigkeit. Eine angenhemne Luftfeuchtigkeit reicht von 40 – 60%, deswegen kann man sie hier auf 40, 50 oder 60% einstellen. In der Mitte des Displays steht die aktuelle Luftfeuchtigkeit. Dadrüber erscheint ein roter Tropfen, wenn zu wenig Wasser im Behälter ist. Dieser blinkt im Display für etwa 30 Minuten, danach bleibt die Anzeige dauerhaft an. Der Luftbefeuchter sorgt dafür, dass er nicht betrieben wird, wenn sich kein Wasser im Behälter befindet (Verriegelungsfunktion). Purifier8

Und so funktioniert der Betrieb:

Die Obere Einheit einfach abnehmen – die sitzt nicht fest, deswegen einfach nach oben ziehen. Dann das Wasser einfüllen – der Filter kann dabei ruhig drinbleiben. Den Deckel wieder draufsetzen, Stecker in die Steckdose stecken und einschalten. Dann noch die gewünschte Luftfeuchtigkeit und/oder Lüftergeschwinigkeit einstellen und der Luftbefeuchter arbeitet von alleine.

Bei einer Feuchtigkeit über 70% schaltet sich der Luftbefeuchter automatisch ab, da so eine ideale Luftfeuchtigkeit gewährleistet wird: Über 70% ist nämlich nicht angenehm, deswegen muss der Befeuchter auch nicht befeuchten, weil die Luftfeuchtigkeit nicht erhöht werden muss.

Das Reinigen:

Der Luftbefeuchter sollte regelmäßig gereinigt werden, damit sich kein Staub ansammelt. Dazu den Wasserbehälter einfach mit etwas Spülmittel feucht auswaschen und den Deckel mit einem trockenen Tuch abwischen. Filter und Filterhalterung einfach unter fließendem Wasser abwaschen. Die Filterhalterung kann man auch noch mit einer Bürste reinigen, um in die Zwischenräume zu kommen.

Das Entkalken des Filters:

Im Verhältnis 1:1 Wasser und Haushaltsessig mischen und den Filter eine Stunde einwirken lassen. Ich benutze stets Essigessenz für sowas, da braucht man dann natürlich deutlich weniger. Danach den Filter unter fließendem Wasser abspülen, abtropfen lassen und schon kann man ihn wieder benutzen. Der Filter kann gelblich verfärbt sein, was aber nur eine Ablagerung von Kalk- und Schmutzpartikel ist, die andere Luftbefeuchter in die Luft abgeben würden.

Das Auswechseln des Filters:

Auch das ist denkbar einfach. Den alten Filter von der Halterung abnehmen, neuen Filter auspacken und auf die Halterung stecken. Ohne wildes Drücken oder Ziehen ist das innerhalb von Sekunden erledigt.

Das Auswechseln des antibaktieriellen Filters:

Hierfür einfach Filter von der Halterung nehmen und den antibakteriellen Filter von der Halterung entfernen. Dann den neuen antibakteriellen Zusatz draufclipsen und alles wieder zusammenbauen.

Die Kosten (UVP):

Dazu natürlich noch Strom und Wasser. Ich persönlich nutze für Luftbefeuchter gar kein Leitungswasser mehr, sondern destilliertes, da es mir selbst einfach besser bekommt – und hoffentlich auch dem Gerät.

Mein Empfinden: Ich habe wie gesagt den Luftbefeuchter jetzt jeden Tag benutzt. Mal mehr, mal weniger, mal mit mehr Luftfeuchtigkeit, mal mit höherer Lüftungsgeschwindigkeit. Mittlerweile habe ich ihn stets auf AUTO und 50% stehen. Manchmal lasse ich ihn an, wenn ich schlafen gehe, so dass er kurz danach ausgeht. Das klappt super, der ist so schön leise, dass ich gut dabei einschlafen kann, selbst wenn er kurz die Geschwindigkeit erhöht. Was ich etwas seltsam finde, ist seine konstante Anzeige von um die 60% – da kommt er kaum drüber, aber auch kaum drunter. Aufgrund meiner trockenen Augen und Haut dachte ich immer, dass ich kaum Luftfeuchtigkeit in dem Zimmer haben würde, aber anscheinend ist sie doch recht hoch bzw. das Zimmer wohl einen Ticken zu groß. Jedoch muss ich sagen, dass meine Haut trockener geworden ist, seit ich den Philips Luftbefeuchter benutze. Nur Augen brennen hatte ich kaum. Aufgefallen ist mir aber auf jeden Fall, dass die Luft in dem Raum besser geworden ist. Ihr kennt das vielleicht, wenn die Luft stickig wird durch die ganzen elektronischen Geräte und leicht anfängt zu riechen, vielleicht sogar durch Essen. Nun, dieser Geruch und diese Stickigkeit finde ich durch den HU4803 deutlich verbessert bzw. eingeschränkt! Auch super ist einerseits, dass man das Wasser im Behälter nicht sehen kann und andererseits vor allem, dass das Wasser so fein ausgestossen wird, dass man es nicht nur nicht sehen kann, sondern die Fläche um den Befeuchter trocken bleibt.

Absolut positiv muss ich die Auswirkungen auf die Atemwege erwähnen. Beim anderen Befeuchter hatte ich mittlerweile jeden Morgen beim Aufstehen Problem mit Husten und viel Schleim, weswegen ich vermehrt würgen musste. Dies ist beim Philips nicht der Fall. Auch fühlt sich das Einatmen frischer an.

Das würde ich mir wünschen: Entweder sollte der Befeuchter kleiner oder größer sein. Zudem sollte der Preis schon ziemlich gesenkt werden – es fallen schließlich noch Folgekosten an. Dann ist mir noch eine Idee gekommen: Wäre es nicht toll, wenn eine Projektion eingebaut wäre, die die aktuellen Daten an die Wand projizieren würde? So wie die Projektions-Wecker, die es gerade verstärkt gibt. Ich fände es super, weil man dann nicht direkt auf das Display gucken müsste. Ein anderes nettes Gimmick wäre vielleicht noch eine Fernbedienung. Oder nette Farbeffekte. Ach, da gäbe es sicherlich einige tolle Features. 🙂

Fazit: Weswegen ich mich für den Test hauptsächlich entschieden hatte, war der Faktor trockene Haut/trockene Augen, was ich einfach noch stärker verbessern wollte, nachdem mir mein bisheriger Befeuchter in dem Bereich bereits etwas helfen konnte. Ich bin etwas überrascht, dass meine Haut trockener geworden ist, aber vielleicht muss sich der Luftbefeuchter immer noch etwas einpendeln? Auf anderen Wegen überzeugt er mich aber. Hier mal die Vor- und Nachteile:

+ Pluspunkte:

  • sehr leise
  • elegantes Design
  • Verbesserung der Luft
  • einfache Handhabung
  • einfache Reinigung & Entkalkung
  • Fläche um den Luftbefeuchter bleibt trocken
  • gut für die Atemwege

– Negativpunkte:

  • wöchentliches Reinigen
  • zweiwöchentliches Entkalken des Filters
  • zu teuer
  • Filternachkauf
  • etwas zu groß

Behalten oder nicht? Nun stellt sich natürlich die Frage, ob es sich im Endeffekt lohnt, 65€ dafür auszugeben oder ob ich den Luftbefeuchter doch zurückschicke. Dieser Betrag ist für mich eine Menge Geld, aber würde sich noch mal eine Gelegnheit bieten, den Befeuchter für diesen Preis zu bekommen? Immerhin kostet er in der UVP fast doppelt so viel… Wahrscheinlich also nicht. Und die Vorteile überwiegen mit einer deutlich verbesserten Luft, die bezüglich Allergien doch ein wichtiger Punkt ist. Ich werde den Philips Luftbefeuchter also behalten und freue mich schon bei einem Umzug einen passenden Standort für den kleinen Racker zu finden!

Andere Meinungen zum Philips Luftbefeuchter könnt Ihr hier auf dem Konsumgöttinnen-Projektblog nachlesen.

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3 Gedanken zu „Konsumgöttinnen: Philips Luftbefeuchter HU4803/01, Teil 2

  1. Pingback: Konsumgöttinnen: Philips Luftbefeuchter HU4803/01, Teil 1 | Gedankentests

  2. Daniel

    Leider bekommt man in nur im Tank und von Außen sauber. Aber nach einiger Zeit muss auch mal die obere einheit Sauber gemacht werden. Und man bekommt den leider nicht ganz auseinander. Reinigen schlecht bis garnicht möglich. Man bekommt keine Hilfe und auch in keinem Test wird beschrieben das man den Ventilatot extrem schlecht reinigen kann. Alles andere ist gut nur die Reinigung bekommt von mir ne 5

    Antwort
    1. sorsha79 Autor

      Du kannst auf meinen Fotos sehr gut erkennen, dass die obere EInheit verschraubt ist. Dies dient sicherlich zur Sicherheit. Der Ventilator ist so geschützt und das ist mir auch lieber so. Dort bedarf es auch keiner permanenten Reinigung. Bei Bedarf lässt es sich aufschrauben und grob reinigen. Jedoch ist dies etwas mühselig und nicht optimal, da gebe ich Dir Recht. Dass es aber gar nicht möglich ist, ihn zu reinigen, empfinde ich nicht. Ich weiß leider nicht, wie es bei den neueren Modellen geregelt ist…
      Besten Gruß

      Antwort

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