Konsumgöttinnen: Philips VisaPure, Teil 2

Ich benutze die VisaPure jetzt nun schon seit etwa 2 Wochen – Zeit für meinen Bericht und das erste Fazit! Für einen ersten Überblick in Preise, Funktionen und allgemeinen Tipps für reinere Haut, lest bitte meinen ersten Beitrag dazu, und zwar hier.

Zuerst mal einen Blick auf die Bürstenköpfe. Mit der VisaPure erhält man den „einfachen“ für normale Haut:

VisaPure_normal

Ich finde, dass er leicht zwackt, aber ertragbar und nach den ersten Nutzungen spürt man das eh nicht mehr. Nicht, weil alles taub und kaputt ist, sondern weil man sich einfach daran gewöhnt hat. 😉 Wem das trotzdem zu hart für seine Haut ist, der kann dann zu dem Bürstenkopf für empfindliche Haut greifen:

VisaPure_empfindlich

Hier ist’s dann schon deutlich weniger ruppig, aber durch das Rotieren und Vibrieren spürt man dann natürlich trotzdem den Druck. Wer wirklich superempfindliche Haut hat, sollte jedoch definitiv eher zu diesem Kopf greifen.

Für ein wöchentliches Peeling gibt es dann noch den Bürstenkopf mit Peelingeffekt:

VisaPure_Peeling

Dieser ist dann natürlich am stärksten spürbar auf der Haut, geht etwas in Richtung kratzen. Hyperempfindliche Haut dürfte hier ein paar Probleme kriegen. Mein Tipp: Nehmt Euren normalen Bürstenkopf und Euer normales Peeling – ähnlicher Effekt ohne Eure Haut allzusehr zu schinden. Trotzdem erhaltet Ihr das beste Ergebnis natürlich mit dem Peeling-Kopf, da dieser einfach intensiver schrubbt.

Das Gerät selber ist für jeden einfach bedienbar – wirklich für jeden! Erstmal gibt es nur einen einzigen Knopf, nämlich den An- und Aus-Schalter. Dann schaltet sich das Gerät auch noch nach 1 Minute automatisch ab. Und ganz ehrlich, wie man über die Haut damit gehen sollte, sollte für keinen ein Problem darstellen. Auch das Aufsetzen und Abmachen der Bürstenköpfe geht ganz leicht, da muss man nicht feste ziehen oder erst ein Knöpfchen drücken. Auch das Auswaschen bietet keine Probleme – einfach unter Wasser halten. Ebenso ist das gerät wasserdicht und kann so überall benutzt werden. Ihr seht, die VisaPure ist idiotensicher! 🙂 Das Design finde ich übrigens sehr schön, die Schlichtheit gefällt mir und die Farbe ist echt toll. Das Männer bei der Form und der Vibration an was anderes denken, musste ich mir schon anhören, aber solange man das nicht verwechselt, dürfte es keine Probleme geben. 😉

VisaPure_Bürstenkopf

Einen kleinen Überblick habe ich Euch in einem kleinen Video festgehalten:

Ich hatte noch nie eine Gesichtsreinigungsbürste benutzt, wusch immer mit den Händen oder einem Waschlappen. Deswegen war ich besonders auf „das erste Mal“ gespannt. Und ich kann Euch sagen, das war echt genial! So stelle ich mir Spa-Behandlungen vor! Ich hatte ja bedenken, dass meine Haut zu empfindlich dafür sein würde und das es vielleicht weh tun würde. Aber nein, gar nicht. Es tut nicht weh, je nach Bürste zwackt es vielleicht nur ein bißchen. Meine Haut errötet zwar leicht, aber nichts worüber man sich sorgen machen müsste. Jedenfalls ist das Gefühl während des Reinigens sehr angenehm, vielleicht in etwa so wie eine leichte Massage. Eigentlich möchte man damit gar nicht mehr aufhören. Die VisaPure lässt Dich aber nicht unendlich träumen, sondern geht nach einer Minute aus. Je 20 Sekunden werden für die T-Zone (Stirn und Nase) und die linke bzw. rechte Hälfte (Wange) eingeräumt, dazwischen stoppt das Gerät kurz, damit man weiß, dass man die Partie wechseln sollte. Ich persönlich finde die Zeit viel zu kurz. Wenn ich gerade im Stress bin und weiß, dass ich kaum Zeit habe, mache ich das so mit der 1-Minute-Teilung. Die meiste Zeit jedoch lasse ich mir schön Zeit und nutze je 20 Sekunden für Stirn, Nase, linke Hälfte, rechte Hälfte, Kinn, meistens noch Hals, Nacken und oft auch Brust, linke Schulter, rechte Schulter. Erst dann fühle ich mich richtig sauber. Nervig dabei ist, dass man den Stopp-Intervall nicht ändern kann. D.h. alle 20 Sekunden stoppt das Gerät kurz und jede Minute geht es aus. Dann muss ich es erst wieder einschalten und weiter geht’s.

Das Reinigungsergebnis kann sich aber so oder so sehen lassen. Man sieht den Poren nämlich an, dass sie tiefengereinigt wurden. Auch fühlt sie sich danach weicher an. Jetzt nach den zwei Wochen kann ich sagen, dass meine Haut sich generell zarter anfühlt. Ebenso habe ich das Gefühl, dass sich meine Poren leicht verfeinert haben. Meiner unreinen Haut konnte jedoch noch nicht vollends geholfen werden. Am Anfang der Benutzung habe ich mich gewundert, dass ich so viele Pickelchen bekommen habe, bis mir dann aufgefallen ist, dass ich gegen ein Shampoo allergisch bin, das ich gerade am Testen war. Deswegen ist dieses Ergebnis um gut eine Woche verfälscht. Ich meine aber, dass die Art der Pickel sich verändert hat. In den Bereichen, wo ich mit der Bürste gereinigt habe, entstehen nicht mehr diese Riesendinger, sondern eher kleinere. Was ich allerdings bemerkt habe, ist eine leichte Trockenheit nach dem Waschen. Das kommt sicher daher, weil die Bürste das Waschgel so zum Schäumen bringt. Ich benutze wie im 1. Teil erwähnt das Aqua-Waschgel von alverde und das schäumt bei mir mit der Hand eigentlich kaum. Mit der VisaPure schäumt es so stark, dass ich immer denke ich würde gerade was anderes benutzen. Man kann übrigens das Waschgel entweder erst auf der Haut auftragen und dann mit der Bürste drüber oder direkt auf der Bürste auftragen und dann drüber. Wichtig ist halt nur, dass das Gesicht feucht ist, sonst schrubbt es etwas mehr und es schäumt nicht. Um zu der Trockenheit zurückzukommen: Sie ist nicht schlimm und verschwindet auch recht schnell wieder, vor allem wenn man dann noch Creme benutzt, auf die die Bürste ja quasi auch drauf vorbereitet. Erst habe ich übrigens nur den Bürstenkopf für empfindliche Haut benutzt und war damit zufrieden, aber nun verwende ich lieber den für normale Haut, weil ich das Gefühl habe, dass einfach stärker gereinigt wird. Trotzdem wechsle ich ab und an die Köpfe. Den mit Peelingeffekt nutze ich etwa 1x in der Woche entweder mit meinem normalen Waschgel oder extra Peeling.

Etwas, was mich beschäftigt, ist das Reinigen der Bürstenköpfe. Klingt ja ziemlich simpel: Einfach mit Wasser auswaschen. Überzeugt mich aber nicht so wirklich. Mein Handtuch oder den Waschlappen wasche ich ja auch nicht nur mit Wasser aus und wechsle sie alle drei Monate. Irgendwie fehlt mir ein Reinigungsgerät, denn ich bin mir sicher, dass sich in den Bürsten einiges an Dreck, Keimen o.ä. festsetzen. Eigentlich würde ich sie ja gerne öfter wechseln, aber bei den Preisen ist ja schon alle drei Monate recht viel. Wie ich im ersten Teil meines Berichtes geschrieben habe, bringt die regelmäßige Auswechslung und Waschung von Handtüchern, Waschlappen, Pinseln usw. durchaus viel.

Was mich auch ein wenig beunruhigt hat war die Akkulaufzeit. Anscheinend unbegründet, denn nach der ersten Aufladung von gut 6 Stunden benutze ich es jetzt schon ziemlich lange. Bis zu 30 Anwendungen werden angepriesen. Normale 60-Sekunden-Anwendungen wohlgemerkt. Wären dann 15 Tage, die ich jetzt auch zusammen habe – und das mittlerweile mit so 120-Sekunden-Anwendungen. Bis jetzt hat das Gerät nicht nach einer Aufladung geschrieen. Ich denke zwar, dass das jetzt bald kommen wird, aber trotzdem bleibt festzuhalten, dass die Akkulaufzeit sehr gut ist!

Zu dem Standfuss sei zu sagen, dass ich den eigentlich nur zum Laden gebrauche, sonst liegt die VisaPure bei mir nur. Trotzdem fällt auch mir auf, dass der ganz schön wabbelig ist und irgendwie billig wirkt. Wenn ich da jeden Tag meine Bürste draufstellen würde, würde ich glaube ich wahnsinnig werden, weil mir das wahrscheinlich immer umkippt. Sicher ist das nicht, aber darüber haben sich schon viele beschwert, weswegen Philips schon gesagt hat, dass sie sich das mal anschauen werden.

VisaPure_logo

Ja, ich denke, ich habe soweit alles gesagt. Bleiben eigentlich nur noch zwei Dinge festzuhalten.

Verbesserungsvorschläge:

  • Ladestation stabiler machen
  • Preisreduzierung bei den Aufsätzen zum öfteren Wechseln oder/und ein Reinigungsgerät für die Aufsätze herstellen
  • Einstellungen der Reinigungszeit: Entweder selbst regulierbar, länger laufen lassen als 60 Sekunden oder Intervall der 20 Sekunden auf mindestens 30 Sekunden erhöhen
  • Ein Reiseetui o.ä. fände ich praktisch

Behalten oder nicht? Fazit!

Das allererste Benutzen war echt der Hammer, so ein geiles Spa-Gefühl! Danach hat sich mehr oder weniger Normalität beim Nutzen eingestellt, wobei ich mir sehr gerne Zeit zu einem intensiven Reinigen nehme. Meine Haut ist zarter und ich meine, dass die Poren positiv darauf reagieren, könnte aber auch eine Art Placebo-Effekt sein. Den gewünschten Effekt bei den Unreinheiten kann ich derzeit nicht bestätigen. Ich glaube, dazu ist einfach eine längere Studie nötig. 100% zufrieden bin ich mit dem Ergebnis jetzt nicht – vor allem in Anbetracht dass die VisaPure normal 140€ kostet und Folgekosten entstehen. Aber ich habe festgestellt, dass ich irgendwie nicht mehr auf diesen Spa-Effekt beim Reinigen verzichten möchte und es genieße, sie zu benutzen. Und soooo schlecht ist das Hautergebnis ja nun auch nicht. Deswegen werde ich die Bürste natürlich behalten. 🙂 Vielleicht braucht meine Haut einfach nur ein bißchen länger, um den Reingungseffekt deutlich zu zeigen…

Ich denke in ein paar Monaten macht es dann am meisten Sinn, nochmal über das Ergebnis und Anwendung zu schreiben. Bis dahin hat Euch dieser Artikel hoffentlich geholfen.

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3 Gedanken zu „Konsumgöttinnen: Philips VisaPure, Teil 2

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